Cuzco, Peru, 29.06.2002 (31279 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8 | Seite 9 | Seite 10   Zurück in die Anden

Zwischen Chalhuanca und Abancay ist die Asphaltstraße nach Cuzco noch nicht fertiggestellt. Auf teils steiniger Piste holpern wir durch das tief eingeschnittene Tal des Rio Pachachaca. Manchmal müssen wir stundenlang warten, weil vor uns aus den Bergen heraus Platz für die neue, breitere Straße gesprengt wird. Diese Warterei mach mürbe. Mitunter können wir uns halblegal durchmogeln und schieben unsere Fahrräder im Eiltempo durch den Schutt, stets mit dem Blick nach oben, von wo immer wieder Felsbrocken herunterfallen.



Aufstieg zum letzten Paß vor Cuzco.

Um die beiden letzten Pässe herum ähnelt die Landschaft sehr jener im nordäthiopischen Hochland. Grüne Wiesen, zahllose kleine, unregelmäßig geschnittene Felder und viele Eukalyptus-Haine. Es herrschen offenbar auch die gleichen Umweltprobleme wie im zerklüfteten Äthiopien - in erster Linie Bodenerosion. Auch hier wird terrassiert, werden Erosionsschutzwälle errichtet und Bäume angepflanzt. Die Aufforstung mit dem schnellwachsenden Eukalyptus ist unter Entwicklungshelfern umstritten, da der Baum sehr durstig ist. Die Pragmatiker sagen aber, daß es immer noch besser sei, einen durstigen Baum zu pflanzen, als die wertvolle Erdkrume davonschwemmen zu lassen. - Bei allen Ähnlichkeiten zu Äthiopien gibt es aber einen großen Unterschied: Der jährliche Regen kommt in den Anden wesentlich zuverlässiger.

Hinter dem Huillque-Paß gleitet die Straße sanft hinein in die Ebene um Anta. Von dort sind es nur noch 30 Kilometer bis nach Cuzco. Nur noch ein letzter kleiner Buckel trennt uns von der großen Inka-Stadt, eine kleine Auslaufübung zum Abschluß - die letzten 350 Höhenmeter von insgesamt 11.000!

ENDE

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