Cuzco, Peru, 29.06.2002 (31279 Kilometer)
Zwei ganz große Rätsel stellen die Geoglyphen von Nazca bis heute:
Wozu dienten sie? Viele Forscher - und allen voran die Deutsche Maria Reiche - halten die Linien für eine Art übergroßen Kalender, mit dem das Volk der Nazca wichtige Festtage festlegte und beispielsweise auch die beste Zeit für die Aussaat bestimmte. In der Tat ist eine der Linien so ausgerichtet, daß sie am 21.12. auf den Untergang der Sonne weist, der Schnabel eines Vogels zeigt an diesem Tag in Richtung der aufgehenden Sonne.

Noch rätselhafter ist jedoch, warum ein paar Jahrhunderte n.Chr. Figuren in die Wüste gezeichnet wurden, die so riesig sind, daß sie vom Boden aus nicht einmal zu erahnen sind. Der Affe ist 70 Meter groß, die Eidechse 188 Meter, der Wal 63 Meter lang. Selbst der 11 Meter hohe Aussichtsturm, den Frau Reiche an der Panamericana hat errichten lassen, gibt kein befriedigendes Bild der beiden nächsten Figuren "Huarango" und "Hände".
Wenn die Nazca ihre Kunstwerke also nicht betrachten konnten, dann war ihre Mühe doch soviel wert wie die Komposition wohlklingender Symphonien für einen Gehörlosen. Wozu diese kunstvollen Figuren? - In sehr gewagten Theorien vermuten einige, daß man schon damals imstande war, Heißluftballone zu bauen.
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