Cuzco, Peru, 29.06.2002 (31279 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8 | Seite 9 | Seite 10   Zurück in die Anden

In Nazca bin ich vermutlich der erste Besucher, der sage und schreibe vier Tage im Ort verweilt. Kaum jemand bleibt hier nämlich länger als zwei Nächte. Üblicherweise führt der Weg in Nazca direkt zu einem der vielen Reisebüros, wo man einen halbstündigen Flug über die weltberühmten Nazca-Linien bucht, vielleicht noch einen Ausflug zum nahen Wüstenfriedhof mit den gruseligen Mumien und möglicherweise auch zu den ausgefeilten Bewässerungsanlagen aus der Inkazeit. Das Programm eines knappen Tages. Danach ist man mit Nazca durch und darf weiterreisen nach Cuzco oder Arequipa.



Auf dem Foto nicht besonders gut zu erkennen - trotzdem: Der Condor.

Mir gefällt das 40.000-Einwohner-Städtchen, weil es dort so ruhig und relaxed zugeht. Die Menschen sind sehr freundlich, und es gibt trotz des hohen Besucheraufkommens noch keine Touristenschlepper.

Die Nazca-Linien haben mich allerdings auch nicht kaltgelassen. Nach mehrmaligem Umdrehen der Dollarscheine habe ich mir sogar den Flug gegönnt. Die Vogelperspektive ist tatsächlich die einzige Möglichkeit, diese riesigen Figuren zu erkennen, die vor ca. 1400 Jahren in den Wüstenboden gekratzt worden sind. Von der Erde aus kann man bestenfalls einzelne Linien ausmachen, aber niemals das Gesamtbild erkennen.

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