Lima, Peru, 06.06.2002 (30098 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8 | Seite 9   Panamericana

Eine offizielle Herberge gibt es in Imata nicht. Als ich dem Restaurantbesitzer sage, daß ich hier übernachten möchte, macht er sich auf die Suche nach einem privaten Quartier. Nach fünf Minuten kommt er mit einem Nachbarn zurück, der sagt, er habe ein Zimmer für mich. Dieses "Zimmer" entpuppt sich als eine Abstellkammer, die direkt von einem großen Hof abgeht. Egal - Hauptsache, ein Dach über dem Kopf. Eine Matratze und drei Wolldecken werden noch herbeigetragen, und schon ist mein Schlaflager fertig. Während in der Nacht heftiger Frost Einzug hält, bleibt das Thermometer in meinem Raum fünf Grad über der Nullmarke stehen.



El Misti - der Hausvulkan von Arequipa.

Am nächsten Morgen warte ich, bis die Sonne hoch genug steht, um einigermaßen zu wärmen. Dann geht es weiter über die Hochebene, die einfach nicht abbrechen will. Wann kommt nur die Abfahrt nach Arequipa? Die Stadt liegt doch 2000 Meter niedriger.

Die Straße fließt, sich leicht windend, zwischen zwei Hügeln hindurch auf den Horizont zu, hinter dem unmittelbar das Weltall beginnt. Es wirkt, als ginge es dem Ende der Welt entgegen - an den Rand der Erdscheibe, wo du aufpassen mußt, daß du nicht herunterkippst. Links baut sich imposant der Vulkan El Misti auf. Er erinnert an den Kilimanjaro - mit 5822 Metern ist er auch fast genauso hoch. Und auch auf seinem Gipfel liegt Schnee.

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