Lima, Peru, 06.06.2002 (30098 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8 | Seite 9   Panamericana

Da es zu der Zeit noch keine Eisenbahn von der peruanischen Küste hinauf ins Hochland gab, mußten die beiden Schiffe in Baukastenform konstruiert werden, wobei kein Einzelteil mehr wiegen durfte, als ein Maultier tragen konnte.

Am 15. Oktober 1862 lief im Hafen von Arica die "Mayola" ein, nachdem sie das Kap Hoorn umrundet hatte. Arica war damals - vor dem Pazifikkrieg - noch eine peruanische Hafenstadt (heute liegt sie auf chilenischem Territorium). Acht britische Ingenieure gingen an Land, und 2766 Einzelteile für die Schiffe "Yavari" und "Yapura" wurden abgeladen.



Captain Saavedra neben dem fast 100 Jahre alten Vierzylinder-Dieselmotor.

Den kurzen Weg nach Tacna reisten die Teile per Eisenbahn, danach ging es mit Mulikaravanen über mehr als 4000 Meter hohe Andenpässe weiter nach Puno. Wegen politischer Unstabilität kam der Transport zwischenzeitlich zum Stehen, und erst 1869 erreichten genügend Teile den Titicacasee, daß man dort mit dem Zusammenbau der Yavari beginnen konnte.

Die Yavari lief schließlich Weihnachten 1870 vom Stapel, die Yapura folgte im Jahre 1873. Beide Schiffe wurden von Dampfmaschinen angetrieben und sollten eigentlich Kohle verfeuern. Wegen des Mangels an Kohle in dieser Region wurde jedoch getrockneter Lamamist verwendet.

weiter

Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8 | Seite 9