Lima, Peru, 06.06.2002 (30098 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8 | Seite 9   Panamericana

"Peru - das ist doch nicht nur Inka und Machu Picchu!" Captain Carlos Alberto Saavedra del Carpio tut ein bißchen gekünstelt entsetzt. Er verliert auch nicht sein Lächeln, als er das sagt. Saavedra weiß ja genau, daß jeder Tourist in Peru weiß, daß es auch das Amazonasbecken gibt, das Colca-Canyon bei Arequipa, die Geoglyphen bei Nazca, den Titicacasee.



Die "Yavari" wurde von Mulis über die Anden zum Titicacasee hinaufgetragen.

Seine M/N Yavari kennen allerdings wirklich nicht viele. Dabei ist es ein Schiff mit kurioser Vergangenheit und das erste Dampfschiff auf dem Titicacasee überhaupt - über 130 Jahre alt. Zur Zeit liegt die Yavari als Museumsschiff in der Bucht von Puno, wo sie gründlich restauriert wird. In zwei Jahren soll sie wieder fahrtüchtig sein und mit Touristen an Bord über den See reisen.

Mitte des 19. Jahrhunderts kam die peruanische Regierung unter Ramon Castilla zu dem Schluß, daß man die Güter und Rohstoffe der Altiplano-Region um den Titicacasee besser verwerten müsse. Dabei dachte man vor allem an Metalle, Mineralien und Wolle. 1861 bestellte die Regierung in England zwei kleine Dampfschiffe, die auf dem Titicacasee kreuzen sollten, um die Produkte einzusammeln. Der Auftrag ging an die James Watt-Gießerei in Birmingham.

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