Huacachina, Peru, 25.05.2002 (29614 Kilometer)
Wozu Machu Picchu einmal diente, warum es erbaut wurde, ist bis heute nicht geklärt. War es eine Hochschule für adelige Kinder? Oder ein Observatorium? Der Amerikaner Hiram Bingham hielt Machu Picchu für den Zufluchtsort der "Jungfrauen der Sonne". - Sicher ist, daß die Stadt im 15. Jahrhundert entstand. Erst 1911 wurde sie von Bingham für die Weltöffentlichkeit wiederentdeckt. Bis dahin wußten nur die Einheimischen aus der Umgebung von der Existenz der Ruinen, die vollkommen überwuchert waren. Die Feinheit, mit der die Mauern und Gebäude gearbeitet sind, weist jedenfalls darauf hin, daß dieser Ort eine sehr hohe Bedeutung für die Inkas hatte.

Nach der ausgiebigen Besichtigung der Ruinen steigen wir die letzten 700 Höhenmeter hinab nach Aguas Calientes, von wo uns am späten Nachmittag der Zug zurück nach Cuzco bringen soll. Die Bahnfahrt geht zunächst recht flott voran. Doch dann wird der Zug immer langsamer, offenbar, weil das Gleisbett nicht sonderlich stabil ist. Mal schaukelt der Waggon wie eine Kinderwiege, mal hoppelt er wie ein Rodeopferd. Besonders das schwere Schaukeln wird bisweilen besorgniserregend.
Längst ist es dunkel geworden, als der Zug in Poroy hält. Das Personal weist uns darauf hin, daß man hier in Taxis umsteigen könne, die nur 20 bis 30 Minuten nach Cuzco bräuchten. Fahrpreis pro Nase: drei Mark. Mit dem Zug seien es noch ein- bis eineinhalb Stunden. Wir entscheiden uns, auf der Schiene weiterzufahren, weil uns das ständige Nachzahlen langsam ärgert.
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