Huacachina, Peru, 25.05.2002 (29614 Kilometer)
Mehr als 15 Jahre später marschieren wir zusammen auf alten Pfaden der Inkas Machu Picchu entgegen: Hans, seine Frau Roswitha, unser Arbeitskollege und Freund Manfred und ich. Vier Tage Marsch auf dem Weg, der Machu Picchu mit der einstigen Inkahauptstadt Cuzco verbunden hat.
Der erste Tag war eine recht gemütliche Etappe zum Einlaufen mit wenigen Steigungen in einer Höhe von etwa 3000 Metern. Die meiste Zeit führte der Pfad an kleinen Flüssen entlang, mitunter im Schatten von Büschen und Bäumen. Den Abend verbringen wir im Dörfchen Huayllabamba, das ganz auf die Wanderer eingestellt ist. Hier bekommen wir sogar noch einmal das gute Cusquena-Bier - in den unförmigen 1,1-Liter-Monsterflaschen.

Die Zahl der Wanderer scheint die der Dorfbewohner in dieser Nacht zu übersteigen. Es campieren drei Gruppen hier, ca. 45 Gäste. Leider darf man seit etwa einem Jahr den Inka-Trail nicht mehr selbstorganisiert unter die Füße nehmen, sondern muß die Tour mit Führern und Trägern über eine Agentur buchen. Offiziell heißt es, daß der Touristenstrom dadurch in Grenzen gehalten werden soll, da die vielen Wanderer der Natur in den letzten Jahren immer mehr Schaden zugefügt hätten. Hinter den Kulissen staatlicher Behörden und einiger privater Unternehmen freut man sich aber auch über die Mehreinnahmen - unter 160 US$ ist der viertägige Trek kaum zu kriegen.
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