Cuzco, Peru, 5.5.2002 (28681 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7   Lago Titicaca

Wenige Kilometer hinter Copacabana verläuft die Grenze zu Peru - erst über Land, dann durch den See. Im Dorf Yunguyo ist die Paßbehörde Boliviens so unscheinbar in einer Senke neben der Straße untergebracht, daß ich an ihr glatt vorbeifahre. Der Weg führt durch ein altes Steintor hindurch. Daß ich hier Bolivien verlasse, merke ich erst, als ich an einer Hauswand lese: Willkommen in Peru.

Nun fehlt mir also der bolivianische Ausreisestempel. Aber eigentlich kann er mir egal sein. Wichtig ist, daß die Formalitäten für Peru korrekt abgewickelt werden. Die Immigration der Peruaner ist aber überraschenderweise noch geschlossen. Drei Erwachsene warten vor der Tür.



Die etwas überdimensioniert wirkende Kathedrale im Städtchen Copacabana.

"Wann machen die denn hier auf?" frage ich. - "Um acht." - "Aber es ist doch schon zwanzig nach acht!?" - Einer der Männer hält mir seine Armbanduhr hin: zwanzig nach sieben. - Eine Stunde früher? Haben sie denn die Uhr hier noch weiter zurückgestellt? Schon durch Bolivien bin ich mit meiner eigenen Zeit gereist - eine Stunde voraus, damit die Sonne nicht schon um halb sieben untergeht. Und wenn sie morgens erst um halb acht wieder aufgeht, muß ich auch nicht so früh aufstehen.

Hier in Peru sind nun die Uhren soweit zurück, daß es abends bereits um halb sechs stockfinster ist. Ich werde also weiterhin mit meiner persönlichen Zeit reisen.

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