Puno, Peru, 24.04.2002 (28681 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7   Zu Gast im Knast

Die Stadt Cochabamba, in 2600 Metern Höhe gelegen, erfreut sich eines ausgesprochen angenehmen Klimas. Es ist weitaus kühler als im Tiefland, jedoch längst nicht so kalt wie ganz oben in den Anden - mediterranes Klima über fruchtbarem Land. Cochabamba war bis vor kurzem nach La Paz die zweitgrößte Stadt Boliviens. Jetzt hat sich aber die Boom Town Santa Cruz dazwischengeschoben, die in nur 40 Jahren von 30.000 auf fast eine Million Einwohner anwuchs.

Von Cochabamba sind es noch 40 ebene Kilometer nach Westen, bevor eine schier endlose Steigung beginnt. Zunächst zieht sich die Straße human in langgezogenen Kurven aufwärts. Bei 3200 Metern Höhe komme ich in ein Dorf mit ein paar Steinhütten und einer kleinen Schule. Hier und dort stehen ein paar Bäume, auch sonst ist es noch erstaunlich grün für diese Höhe. In einer Imbißstube esse ich ein Geflügel-Sandwich zu Mittag und fahre dann weiter.



Maisfelder - 3500 Meter über dem Meer.

Der Anstieg wird nun steiler. Ab 3500 Metern spüre ich plötzlich die dünnere Luft und muß gelegentlich zum Verschnaufen anhalten. Bei 3700 Metern lockt ein einsames Restaurant am Straßenrand zu einer ausgiebigeren Pause. Bei Absteigen merke ich, daß ich leicht schwanke. Während ich eine Suppe mit eigenartigen schwarzen, kastanienkleinen, harten Kartoffeln esse, macht sich auch die allgemeine Kälte bemerkbar. Vor der Weiterfahrt ziehe ich die lange Trainingshose über die Shorts.

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