Cochabamba, Bolivien, 10.04.2002 (25302 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6   Festgefahren

Der große Regen kam am späten Nachmittag. Die vielen dunklen Wolken hatten sich zusammengeschoben und eine schwarze Decke über der argentinischen Steppe gebildet. Es dämmerte zwei Stunden vor der Zeit. Dann prasselten fette Regentropfen auf die bis dahin betonharte Lehmpiste, drangen in sie ein und weichten sie auf, bis sich der Beton in Pudding verwandelt hatte.

Eine Stunde vor diesem Wolkenbruch bin ich in dem Dörfchen Laguna Yema angekommen und habe dort Unterkunft in der einzigen Herberge gefunden. Sie ist namenlos, kein Schild weist darauf hin, daß hier kleine Zimmerchen vermietet werden. Man fragt die Einheimischen, und die weisen den Weg.




Als ich mich nach dem Regen auf der Puddingpiste in das 500 Meter entfernte Restaurant bewege, schlittere ich mehr als daß ich gehe. Mehrmals sitze ich schon fast mit dem Hosenboden im Dreck, kann mich aber jedesmal im letzten Moment noch fangen. Die Piste ist seifenglatt.

In der Nacht regnet es wieder lange und heftig, doch der Morgen gibt sich freundlich. Zwei Stunden nach Sonnenaufgang sieht es so aus, als sei die Piste soweit abgetrocknet, daß sie wieder befahrbar ist.

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