Asuncion, Paraguay, 13.03.2002 (26208 Kilometer)
Freilich gibt es bei derartig tiefgreifenden Eingriffen in die Natur ökologische Rückwirkungen. So haben sich etwa die Anophelesmücken stark vermehrt, wodurch Malaria nun wieder ein Problem ist, nachdem dieses Gebiet schon fast malariafrei war. Auch Denguefieber hat sich inzwischen ausgebreitet. Weitere Auswirkungen werden sich wohl erst im Laufe der Zeit offenbaren.

Ein paar Tage, bevor ich mich endgültig aus Brasilien verabschiede, marschiere ich über die große Brücke, die sich über den Paraná-Fluß spannt, nach Paraguay hinüber. In Ciudad del Este will ich vor allem schon einmal paraguayisches Geld abheben, um bei der Weiterfahrt dann mit dem bepackten Fahrrad zügig durch diesen berüchtigten Ort hindurchfahren zu können.
Die "Freundschaftsbrücke" verbindet Foz do Iguaçu und Ciudad del Este. Weil beide Orte direkt bis ans Flußufer reichen, macht es den Eindruck, als sei dies eine einzige Stadt. Es gibt zwar Grenzposten, aber die Uniformierten kontrollieren den Paß nicht, wenn man sagt, daß man am selben Tag wieder zurückkehrt. Illegal für längere Zeit nach Paraguay einreisen kann man deswegen jedoch nicht, denn man würde spätestens an der ersten Straßensperre Probleme bekommen, wenn die Polizisten dort keinen Einreisestempel im Paß finden. Trotzdem ein ganz neuartiges Gefühl von Freiheit, wenn ich da an einige Grenzen in Schwarzafrika und besonders im Nahen Osten zurückdenke.
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