Asuncion, Paraguay, 13.03.2002 (26208 Kilometer)
35 Kilometer nördlich der Iguaçu-Fälle bildet der Überlaufkanal des großen Itaipu-Staudammes einen künstlichen Katarakt, über den das Wasser des Paraná-Flusses schießt. Und auch hier sind zwei Länder beteiligt: Brasilien im Osten und Paraguay im Westen. Das Dreiländereck Brasilien - Argentinien - Paraguay liegt dort, wo der Iguaçu und der Paraná zusammenfließen.

Itaipu ist das weltweit größte im Betrieb befindliche hydroelektrische Kraftwerk. In China arbeiten sie allerdings gerade daran, einen neuen Rekord zu setzen. Die Energie, die Itaipu erzeugt (ca. 90 Mio. MWh jährlich), teilen sich Paraguay und Brasilien je zur Hälfte. Da Paraguays Anteil den Landesbedarf aber gleich neunfach decken würde, kauft Brasilien den Überschuß auf. Somit steuert Itaipu 25% zum gesamten Strombedarf des riesigen Landes Brasilien bei.
Nach dem Bau des Staudamms ist ein erfreulicher Nebeneffekt für die Bewohner der Umgebung, daß sie nicht mehr zum Badeurlaub an die 700 Kilometer entfernte Atlantikküste fahren müssen, sondern direkt vor der Haustür Strand an einem 1350 Quadratkilometer große Stausee haben.
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