Asuncion, Paraguay, 13.03.2002 (26208 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6   275 Wasserfälle

Die großen Wasserfälle der Erde scheinen alle an Landesgrenzen zu liegen. Zambia und Zimbabwe teilen sich die Victoria Falls, die Niagarafälle gehören halb zu Kanada, halb zu den USA. Und durch die Wasserfälle des Iguaçu-Flusses verläuft die Grenze zwischen Argentinien und Brasilien.

Während die Victoriafälle einen ziemlich geraden Wasservorhang von fast zwei Kilometern Breite bilden, geht es in Südamerika etwas ungeordneter zu. Das Wasser stürzt auf einer sehr willkürlich verlaufenden Abbruchkante rechts des Flusses früher, links des Flusses später hinab, außerdem an manchen Stellen in einem Rutsch, an anderen in Kaskaden.



Die Iguaçu-Wasserfälle.

Nach einer Legende der Guarani-Indianer hat ein eifersüchtiger Waldgott das Flußbett einbrechen lassen, als er einen Krieger mit einem jungen Mädchen im Einbaum davonschwimmen sah. Das Mädchen fiel hinab und wurde zu einem Stein, der Krieger verwandelte sich in einen Baum, der nun am Rand des Oberlaufs steht.

Irgend jemand hat die vielen einzelnen Fälle gezählt und kam dabei auf sage und schreibe 275. Das gesamte Schauspiel nimmt sich eine Breite von vier Kilometern, 60 bis 80 Meter tief stürzt das Wasser.

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