Foz do Iguazu, Brasilien, 03.03.2002 (25854 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7   Abschied von der Küste

Südlich von Santos, dem größten Hafen Südamerikas, biegt die Küstenstraße ins Landesinnere ab. Nach 3400 Kilometern, die ich meistens in Strandnähe geradelt bin, nehme ich Abschied vom Atlantik. Vielleicht werde ich ihn in Mittelamerika noch einmal wiedersehen.

Die Straße schwenkt nach 40 Kilometern in die Autobahn Richtung Curitiba ein. Vor dieser Autobahn hatten mich viele Brasilianer gewarnt: sie sei sehr stark befahren, und es passierten dort immer wieder schwere Unfälle. Gut möglich, daß Autofahrer hier tatsächlich gefährlich leben. Für mich aber ist dies eine der sichersten Straßen auf dem ganzen Weg durch Brasilien, denn hier habe ich einen breiten Seitenstreifen, auf dem mich die Busse und Lastwagenfahrer in Ruhe lassen, die mich weiter im Norden oft von der Straße drängten.



Frucht-Shop am Straßenrand. Mit der silbrigen Maschine wird Zuckerrohr gepreßt.

Der Highway hat im übrigen ein ganz anderes Flair als eine sterile Autobahn in Europa. Immer wieder führt er direkt an Ortschaften vorbei, wo dann eine Straße oder ein Erdweg abgeht. Daher sind auch viele Einheimische auf der Standspur mit dem Fahrrad unterwegs, außerdem Fußgänger, Pferdewagen und sogar Reiter. Am Straßenrand bieten zahllose Verkäufer in grob gezimmerten Verkaufsständen Bananen an, Kokosnüsse, die Caju-Frucht, Ananas, frischen Zuckerrohrsaft, Mangos, Papayas und die vielen anderen Früchte, die in Brasilien wachsen.

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