Curitiba, Brasilien, 16.02.2002 (25193 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7   Und er dreht sich nicht

Die Meisterschaftsrunde hat Anfang Februar leider noch Sommerpause. Diese Pause wird von einem mehrwöchigen Turnier zwischen den vielen erstklassigen Mannschaften Sao Paulos und Rio de Janeiros ausgefüllt. Heute stehen sich die Teams zweier Stadtteile Rios gegenüber: Flamengo und Botafogo. Für Flamengo spielen Größen wie Julio Cesar, zweiter Torwart im Nationalteam, und Leonardo, der bis vor ein paar Jahren die brasilianischen Farben vertrat.

Da keine Sitzplatzübersicht an den Kassenhäuschen hängt, kaufen wir unsere Eintrittskarten auf gut Glück. Wir nehmen die gelben. Nicht die billigsten, aber auch nicht die teuren. Jeder zahlt zehn Mark, und wir finden uns dann im Stadion auf bequemen Sitzen mit guter Sicht auf das Spielfeld wieder. Das Stadion wirkt ziemlich leer, aber es sind doch immerhin 20.000 Zuschauer da.



Copacabana - mehr als fünf Kilometer durchgehender Sandstrand direkt in der Stadt.

Kurz vor Spielbeginn drängt sich eine Musikkapelle in den rotschwarzen Trikots von Flamengo an uns vorbei und stellt sich einige Sitzplätze neben uns in die Reihe. Wir erwarten Sambamusik, doch mit ihrem Repertoire könnten sie gut auch auf dem Oktoberfest auftreten.

Sie spielen, was die Instrumente hergeben. Sie treiben ihre Mannschaft an, die schon bald mit 2:0 in Führung liegt. Das Spiel ist schnell, es gibt wenig Mittelfeldgeplänkel, die Spieler fallen selten um. Brasilianischer Ballzauber.

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