Curitiba, Brasilien, 16.02.2002 (25193 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7   Und er dreht sich nicht

Wir sind eingeschüchtert durch diese implizite Warnung, entschließen uns aber dennoch, den normalen Stadtbus Richtung Norden zu nehmen. Nachdem wir eingestiegen sind, unterhalten wir uns nicht mehr, um nicht als Touristen erkannt zu werden. Allein an unserem Aussehen wird uns niemand als Besucher in diesem Land entlarven. Das ist der große Vorteil hier: In Brasilien lebt ein derartiges Völkergemisch, daß eigentlich jeder, den man auf der Straße sieht, Brasilianer sein könnte. Mehrmals haben mich Einheimische hier schon nach dem Weg gefragt. Ganz anders als in Afrika, wo man als Weißer wie ein Leuchtturm strahlt.



Ipanema und Leblon. Die auffallende Struktur ist Rios Pferderennbahn.

Auch vor dem Stadion tuscheln wir nur verhalten, wenn es irgend etwas wichtiges abzusprechen gibt. Doch nach zehn Minuten spüren wir, daß unsere Vorsicht übertrieben ist. Auch ist die Polizeipräsenz recht groß. Schon bald unterhalten wir uns wieder ganz normal.

"Mensch, wäre ich nicht selbst überfallen worden, würde ich behaupten: In Rio passiert dir nichts", sagt Christian - nicht zum ersten Mal in diesen Tagen.

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