Cumuruxatiba, Brasilien, 14.01.2002 (20439 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6   Die Weihnachtsfrau ist schwarz

Es kann auch ein Trost sein, wenn dir nach und nach die Ausrüstung zerbröselt. Wenn - wie vor ein paar Monaten in Botswana - die Schlafmatte von innen her schmilzt. Wenn - wie jetzt in Brasilien - der Fotoapparat schlappmacht, das Diktiergerät durchdreht, das Sichtfenster des Kilometerzählers durch die Sonneneinstrahlung rissig wird, wenn Kleidung und Schlafsack in den Packtaschen schimmeln, obwohl sie eigentlich nie naß geworden sind.



Abends werden die Temperaturen am Strand erträglich.

Ein Trost deswegen, weil es zeigt, daß die Umstände wohl doch besonders sind. Vielleicht bist du doch noch gesund, obwohl dir manchmal beim Radeln schwarz vor den Augen wird oder du an den Steigungen Würgereiz verspürst. Vielleicht ist das Klima hier wirklich nicht optimal für Radreisen.

Die Schlafmatte haben sie übrigens in Kapstadt ersetzt. Ob ich sie vor zwei Jahren gekauft hätte? - Richtig, Volltreffer! - Ja, das sei eine fehlerhafte Marge gewesen.

Ob der Fotoapparat auch ersetzt wird? Es stand schließlich nicht in der Bedienungsanleitung, daß man mit ihm nicht durch den brasilianischen Sommer fahren darf.

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