Praia do Forte, Brasilien, 26.12.2001 (19659 Kilometer)
Trotz dieser Anlaufschwierigkeiten auf dem neuen Kontinent bin ich aber unglaublich froh, wieder Festland unter den Füßen zu haben. Und vor allem froh, wieder mein eigener Herr zu sein.
Zwei Wochen waren wir zwischen St. Helena und Recife auf See. Noch einmal zwei Wochen in dieser unfaßbaren Weite eines Ozeans. Zu dritt auf ein paar Quadratmetern mit nichts als Wasser um uns herum.

Es gab durchaus Abwechslung. Gelegentlich schwammen Delfine neben dem Boot; auf der Etappe von Kapstadt nach St. Helena hatten uns sogar Wale einen Besuch abgestattet. Immer wieder schossen Schwärme fliegender Fische aus dem Wasser, um dann sekundenlang wie Vögel über den Wellen zu gleiten. Manche flogen so hoch, daß wir sie auf dem Vordeck wiederfanden.
Einmal fiel mir sogar ein solcher Fisch auf den Kopf. Er muß sich so weit aus dem Wasser katapultiert haben, daß er auf der Verkleidung des Cockpits landete und dort weiterrutschte, bevor er mir von oben begegnete. Das war nachts, und im ersten Augenblick glaubte ich, von einem Wasserbeutel getroffen zu sein.
Es gab farbenprächtige Sonnenuntergänge. Und während der Wachen jagten in manchen Nächten Sternschnuppen und Meteoriten über den schwarzen Himmel. Aber verteilt auf insgesamt vier Wochen, waren solche Ereignisse doch eher seltene Highlights.
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