Atlantik, Atlantik, 10.12.2001 (18823 Kilometer)
Brian Yon, der Elektriker, der die Lichtmaschine auf der Yacht inspizierte, sagte, daß die Jungen früher die Insel verlassen hätten, um im Ausland zu arbeiten und Geld an die Familien zu schicken. "Heute verlassen die Jungen die Insel auch, aber sie schicken kein Geld mehr zurück. Wie brauchen diesen Flughafen. Sonst ist St. Helena verloren."
Das Flughafenprojekt wird heftig diskutiert. Ein Flughafen und die "St. Helena Airways". Der Nabel zur Welt. Das britische Unternehmen Shelco zeichnet in seinem Werbeprospekt mit "44 Gründen für den Flughafen" düstere Zeiten für die Insel, sollte die Bevölkerung sich gegen das Projekt aussprechen. Sie werde weiterhin abhängig sein von den Darlehen aus Großbritannien, wohingegen mit dem Flughafen der Luxus-Tourismus käme und viele neue Arbeitsplätze entstünden.

Shelco verlangt als Gegenleistung für die Unterstützung beim Bau des Flughafens das Recht, die "St. Helena Airways" zu betreiben sowie ein "angemessen großes" Hotel hohen Standards mit angeschlossenem Golfplatz zu bauen.
Als ich Ann fragte, was sie von dem Projekt hält, gab sie mir die Frage zurück.
"Ich bin natürlich dagegen. Ich bin froh, daß ich die Insel kennenlerne, wie sie heute ist. Aber ich kann leicht gegen einen Flughafen sein. In zwei Wochen ..."
"... bist du wieder zurück in der großen Welt", ergänzte sie.
weiter