St. Helena, S?-Atlantik, 24.11.2001 (21263 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7   Jenseits von Afrika

Nun stehe ich erneut vor diesem Wald von Segelmasten. Die Bienvenido fände ich auf Liegeplatz B33, sagten sie an der Rezeption des Clubs. Ich laufe über den langen Holzsteg B. Weder sind die Liegeplätze markiert, noch haben alle Boote ihren Namen seitlich angeschrieben. Die meisten der Boote sind außerdem verlassen.

Auf einem der namenlosen Boote sitzt ein hagerer Mann mit grauem Bart in grauem Pulli und grauer Jogging-Hose. Er füllt Treibstoff aus einer Plastiktonne in den Tank seiner Segelyacht. Ich frage ihn nach der Bienvenido. "Da bist du hier richtig. Komm nur an Bord."

Unsere Unterhaltung wechselt schnell vom Englischen zum Deutschen, denn Josef stammt aus der Ostschweiz. Er ist 54 Jahre alt, hat früh und viel geerbt und sich von dem Geld diese Yacht geleistet. Sie ist 12,50 Meter lang und etwas über vier Meter breit. Innen ist sie recht wohnlich ausgestattet mit Kühlschrank, Herd und Sitzecke.



Abschied von Kapstadt - Abschied von Afrika.

Die bevorstehende Etappe von Kapstadt nach Recife ist die letzte auf Josefs Weltumsegelung. Einige Passagen hat er allein - als Einhandsegler - gemacht, meistens war seine brasilianische Freundin Ilza mit dabei. Da er seit ein paar Monaten gesundheitlich angeschlagen ist, sucht er für diesen letzten Abschnitt noch jemanden für die schweren Arbeiten an Bord.

Dafür ist die Passage umsonst, ebenso die Verpflegung. Das ist allgemein so üblich. Manche Skipper zahlen sogar noch für die geleistete Arbeit, andere hingegen verlangen einen Beitrag für die Verpflegung.

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