Maun, Botswana, 23.09.2001 (18576 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5   Angst!

Nürnberg ist Kazungula im Nordosten Botswanas, Hamburg ist Maun, südlich des Okavango-Binnendeltas. Dazwischen liegen Pandamatenga, Nata und Gweta. Und die Anreise nach Nürnberg erfolgt von Victoria Falls - oder sagen wir lieber: von Ansbach.

Morgens um sieben bin ich dort gestartet. Eigentlich hatte ich den direkten Weg nach Würzburg nehmen wollen, zum Teil Asphalt, zum Teil Piste. Da aber der Pistenabschnitt durch einen sehr wildreichen Nationalpark verläuft, verbot mir die Wildlife Authority in Ansbach, diese Route zu nehmen.



Hundert Meter voraus kreuzt eine Elefantenfamilie den Weg.

Der Umweg über Nürnberg verläuft ebenfalls durch einen Nationalpark. Bei der Wildlife Authority sagten sie jedoch, die Tiere hielten sich von der Straße fern. Das stimmt nicht ganz. Gleich am frühen Morgen sehe ich direkt neben der Straße eine Giraffe, die an einer Akazie nascht. Dann entdecke ich im Gebüsch eine zweite, dann eine weitere - insgesamt sind es sechs. Sie schauen mich aus dunklen Augen unter langen Wimpern an, scheinen mich zu taxieren und entschließen sich am Ende doch zur Flucht. Grazil und wie in Zeitlupe entschwinden sie in den Busch.

Auf dem weiteren Weg begegnen mir Zebras, Gnus und Impalas. Und ein aufgeregtes Warzenschwein schießt durchs Gebüsch und galoppiert dann über den Asphalt. Der dünne Schwanz mit der Quaste am Ende ragt wie eine Antenne in die Höhe.

Danach muß ich anhalten, weil hundert Meter vor mir eine Elefantenfamilie die Straße kreuzte. Eines der großen Tiere bleibt stehen und schaut mich eine Weile an. Wir grüßen uns stumm. Schließlich setzt der Riese unbeirrt mit den anderen seinen Weg fort. Das ist gut. Wenn das die üblichen Etikette sind, bin ich damit sehr einverstanden.

weiter

Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5