Victoria Falls, Zimbabwe, 13.09.2001 (15563 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7   Der Wasserfall

"Rauchendes Wasser" hießen die Victoria-Fälle beim Volk der Ndebele - "Amanza Thunquayo". Die später eintreffenden Makalolo gaben ihnen den Namen "Mosi-oa-Tunya" - Rauch, der donnert. Und dann kam der Missionar und Forschungsreisende David Livingstone, der nach alter Sitte europäische "Entdeckungen" auf dem Schwarzen Kontinent einer heimischen Persönlichkeit widmete: Er entschied sich für die englische Königin.

Während Zimbabwe nach der Unabhängigkeit 1980 viele Namen aus der englischen Zeit abschüttelte - aus Rhodesien wurde Zimbabwe, aus Salisbury wurde Harare -, wagte man nicht, den bekannten Begriff "Victoria Falls" aufzugeben. Man befürchtete Verluste im Tourismusgeschäft.



Die Zambezi-Brücke verbindet Zambia und Zimbabwe.

In den letzten Jahren blieben die Touristen jedoch nicht wegen irgendwelcher Namensproblematik aus, sondern wegen der Übergriffe auf weiße Farmer in Zimbabwe. Im Verlauf der Farmbesetzungen, die im Februar 2000 begannen, wurden mehrere Menschen ermordet. Präsident Robert Mugabe schaut dem Treiben aus Harare zumindest tatenlos zu - wahrscheinlich aber fördert er die Gewalttaten mit Hilfe seiner Gefolgsleute.

Nachdem er seinen Rückhalt unter der schwarzen Bevölkerung schwinden sah, wollte Mugabe die lange versprochene Enteignung der Großfarmer - in der überragenden Zahl Weiße - endlich vorantreiben. Das enteignete Land sollte schwarzen Subsistenz-Bauern zur Verfügung gestellt werden. Bisher scheinen aber eher einflußreiche Personen aus Mugabes Umfeld profitiert zu haben.
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