Victoria Falls, Zimbabwe, 13.09.2001 (15563 Kilometer)
Nach dem tosenden Sturz sammeln sich die Wassermassen an einem schmalen Austritt und zwängen sich nun in die Längsschlucht, die aus dem Querspalt austritt.
Es folgt eine ganze Serie von Stromschnellen, die den Zambezi unterhalb der Fälle zu einem weltweit
beliebten Rafting-Kurs machen. Auch wir können nicht widerstehen. Mit Schwimmwesten, Helmen und Paddeln bewaffnet, reiten wir in einem Schlauchboot durch die Stromschnellen, die so vielsagende Namen haben wie "Stairway to Heaven", "Devil´s Toilet Bowl", "White Faced Monster" und "The Terminator". Die Schnelle "Commercial Suicide" ist so wild, daß man sie umlaufen muß; die Boote werden leer durch die Strömung geschickt.

Während wir zwischendurch immer wieder in ruhigen Wassern gleiten, sehen wir am Ufer einige Krokodile. Sie haben jedoch alle nur Handtaschenformat. Mit Krokodilattacken müsse man als Gekenterter hier nicht rechnen, sagt der Veranstalter dieser Rafting-Tour - jedenfalls habe es noch nie einen Zwischenfall gegeben.
Wer kentert, kann sich aussuchen, ob er ans linke Ufer nach Zambia schwimmt oder rechts in Zimbabwe bleibt. Der Zambezi bildet die Grenze zwischen diesen beiden Ländern. Die Grenze teilt auch die Victoria-Fälle. Der viertgrößte Strom Afrikas entspringt im Norden Zambias, macht einen kurzen Abstecher durch den Osten Angolas, um dann wieder in sein Ursprungsland zurückzukehren. Danach trennt er Zambia zunächst von Namibia und weiter östlich von Zimbabwe. Auf den letzten 800 Kilometern fließt der immer breiter werdende Strom durch Mozambique dem Indischen Ozean entgegen.
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