Victoria Falls, Zimbabwe, 13.09.2001 (15563 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7   Der Wasserfall

Hier in Afrika kriege ich fast öfter Besuch als in Erlangen. Muttern hatte im März in Äthiopien ja den Auftakt gemacht. Hans, Roswitha und Manfred kamen dann im Mai nach Kenya. Max begleitete mich von Mitte Juni bis Mitte August mit dem Fahrrad von Nairobi nach Lusaka. Und nun - bei den Victoria-Fällen - hat mich Libby aus Seattle besucht.

Wir haben uns Ende 1998 in Äthiopien kennengelernt. Libby arbeitete für American Peace Corps als Lehrerin in dem Städtchen Boditi im Süden des Landes. Ich war damals auf einem Kurztrip mit dem Fahrrad durch Äthiopien unterwegs. Irgendwie haben wir uns danach nie ganz aus den Augen verloren.

Libby war im August noch einmal für drei Wochen in Äthiopien, wo sie an der Einrichtung eines Waisenheimes am Blauen Nil beteiligt ist. So bot sich der innerafrikanische Abstecher an. Dies ist nun unser viertes Treffen. Und Zimbabwe ist nach Äthiopien, Deutschland und den USA das vierte Land, in dem wir uns sehen.



Die Victoria-Fälle - von der zambischen Seite (Osten) gesehen.

Den Victoria-Fällen, dem Sturz des großen Zambezi-Flusses, nähern wir uns langsam, indem wir zunächst oberhalb der Abbruchkante durch das Niedrigwasser waten, um auf kleine Inseln zu gelangen. Das Wasser fließt hier noch ruhig. Doch Sekunden später geht es abwärts. Der Zambezi stürzt dann 100 Meter tief in einen fast zwei Kilometer breiten Spalt im Basalt.

Auf der anderen Seite dieses mächtigen Spalts stehen in Rufweite Menschen, die sich die Victoria-Fälle von der richtigen Seite anschauen. Sie sehen ungeheure Wassermassen hinunterdonnern, sie sehen doppelte Regenbogen auf den aus der Tiefe aufsteigenden Wolken - und sie sind naß, denn der Wind treibt diese unablässig entstehenden Wolken direkt in die Zuschauermenge.
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