Lusaka, Zambia, 19.08.2001 (15065 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5   Buschland und Baobabs

Malawi hat Devisenbestimmungen, die offenbar aus einer Zeit stammen, da der Kwacha (gesprochen: Quatscha) noch einen Wert hatte. Offiziell darf man in einheimischer Währung nicht mehr als 20 Malawi-Kwacha ausführen, das sind heute gerade noch 70 Pfennige. Ausgeführte Fremdwährung darf den Gegenwert von 200 Kwacha nicht überschreiten. Besonders letztere Bestimmung kann nur noch ein Witz sein, denn hinter der Grenze lassen die Nachbarländer ja niemanden einreisen, der ohne Geld in den Taschen kommt.



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Nachdem uns im letzten Ort in Malawi keine Geldwechsler über den Weg gelaufen sind, verstecken wir kurz vor der Grenze unsere 2000 übriggebliebenen Kwacha. Wir werden sie in Zambia tauschen müssen. Während wir die Scheine tief in unseren Taschen versenken, kommen zwei junge Malawier auf uns zu: "Wollt ihr Geld wechseln?"

"Wie ist der Kurs?" - Wir hatten von unterschiedlichen Umtauschraten gehört: 1:50 und 1:65. Die Jungs hier wollen aber nur 40 Zambia-Kwacha für einen Malawi-Kwacha rausrücken. Wir lächeln und lehnen ab: "Unter 1:70 tauschen wir nicht." Aber sie gehen auf einen Handel nur schwerfällig ein. Drüben in Zambia würden wir einen schlechteren Kurs kriegen, behaupten sie. Ich biete ihnen 1:65 an, und erst nach langem Zögern erhöhen sie ihr Angebot auf 1:45. Der übliche Kurs scheint wohl tatsächlich bei 1:50 zu liegen.
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