Lilongwe, Malawi, 05.08.2001 (16390 Kilometer)
1875 kamen auf Livingstones Spuren weitere schottische Missionare. Im Andenken an ihr großes Vorbild nannten sie ihre Missionsstation Livingstonia. Zunächst versuchten sie es am Südende des Malawi-Sees beim Cape Maclear. Doch die Missionierungsversuche blieben hier fruchtlos; zudem setzte den Europäern die Malaria schwer zu.
Auch am zweiten Ort, in Bandawe, waren sie nicht erfolgreich. Sie zogen abermals weiter und fanden ein Plateau hoch über dem Malawi-See im Norden des Landes. Der Ostafrikanische Grabenbruch ist hier besonders stark ausgeprägt - mit dem See am Boden des Grabens und über 1000 Meter hoch aufsteigenden Bergen im Westen und im Osten. 900 Meter oberhalb des Sees ließen sich die Missionare endgültig nieder.

Von Chitimba führt eine Piste hinauf nach Livingstonia. Sie soll sehr rauh sein. Einige Reisende, die wir getroffen haben, sagten uns, es sei unmöglich, diese Piste mit dem Fahrrad zu bewältigen. Zu steil und zu steinig. Und außerdem nach den letzten Regenfällen wieder stark ausgewaschen. Mit dem Fahrrad? Unmöglich!
In der Tat ist es kein einfaches Unterfangen. Besonders am Fuß des Berges müssen wir wegen der kürbisgroßen Steine einige Kilometer schieben. Max bockt ein bißchen, weil er uns schon den ganzen Tag lang schieben sieht. Doch als die steilsten Abschnitte überwunden sind, wird die Piste wieder befahrbar.
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