Chitimba, Malawi,Tanzania, 01.08.2000 (13715 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6   Hatari!

Doch die Trauer scheint hier auf dem Festland nicht ganz aufrichtig zu sein. Der Vize-Präsident wird traditionsgemäß von der Insel Zanzibar gestellt, die seit einigen Jahren versucht, sich vom tanzanischen Rumpfstaat abzuspalten. Die Insel sucht die Selbständigkeit. Hier auf dem Festland sparen die Zuschauer nicht mit spöttischen Bemerkungen, während sie die Trauersendungen verfolgen.

Der Konflikt ist noch nicht ausgestanden. Es bleibt abzuwarten, wie lange Zanzibar noch Teil Tanzanias ist.



Recycling in Tanzania: LKW-Felgen zu Kirchenglocken.

Malawi ist eines der unbekannten Länder Afrikas. Es ist eingerahmt von Tanzania, Mozambique und Zambia. Auf der Landkarte wirkt es zwischen all den Riesenstaaten Afrikas wie ein Fürstentum Liechtenstein. Doch auch Malawi hat noch ein Drittel der Fläche Deutschlands. Besonderes Aufsehen konnte es aber nie erwecken: Das Land hat seit der Unabhängigkeit 1964 keinen Krieg gehabt, keine Hungerkatastrophen, und Bodenschätze gibt es auch nicht.

Keine unangenehme Überraschung an der Grenze. Sie verlangen von Deutschen immer noch kein Visum. Malawi ist damit das erste Land seit der Türkei, für das ich keinen Eintritt zahlen muß. Kenya hatte auch noch schnell zwei Monate vor meiner Einreise die Visumspflicht für Deutsche eingeführt. Statt null Mark nimmt Präsident Moi nun 115 Mark (50 US$). Daß das Geld dem Volk zugute kommt, darf man bezweifeln. Insgesamt haben mich Ein- und Ausreisen bisher 1200 Mark gekostet. Das sind - über alles - fast zehn Pfennig Wegezoll pro Kilometer.

Kein Visum - das ist das Positive an Malawi. Doch dieses Land wird noch so manche Enttäuschung bringen.

ENDE

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