Morogoro, Tanzania, 02.07.2001 (12792 Kilometer)
Die Landschaft zwischen Arusha und Dodoma ist sehr abwechslungsreich. Zunächst geht es durch die etwa 1000 Meter hoch gelegene trockene Massai-Steppe. Zwischen Dornbüschen und Schirmakazien sieht man hin und wieder Krale mit Rundhütten aus Lehm. Traditionell gekleidete Massai treiben ihre großen Viehherden durch die Savanne.

Dann steigt die Piste an und führt in 1400 Metern Höhe durch kultiviertes Land. Bananen und Mais werden am Ufer des Babati-Sees angebaut. In Serpentinen geht es weitere 400 Meter hinauf, wo die Piste auf einem Bergrücken verläuft. Auch hier kultiviertes Land mit Maisfeldern. Und immer wieder gewaltige Affenbrotbäume, die mit ihren kahlen Ästen aussehen, als steckten sie verkehrt herum in der roten afrikanischen Erde. Über Kondoa fällt die Piste schließlich bis Dodoma wieder auf 1000 Meter ab.
Dodoma ist für Tanzania, was Bonn lange Zeit für Deutschland war: die offizielle, jedoch provinzielle Hauptstadt. Nur sehr gemächlich vollzieht sich der Umzug der Ministerien aus Dar-es-Salam, das bis 1973 der Regierungssitz war. Noch immer bevorzugen die hohen Herren das bequeme Leben in der Wirtschaftsmetropole am Indischen Ozean.
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