Morogoro, Tanzania, 02.07.2001 (12792 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6   Durch die Massai-Steppe

110 Kilometer hinter Arusha endet die gute Asphaltstraße urplötzlich und geht über in eine grobe Schotterpiste. Wie eine Autobahn, die sich unmittelbar in einen Feldweg verwandelt. Wir holpern mit 10 bis 11 km/h über die Steine. Streckenweise finden wir neben der Hauptpiste oder etwas abseits im Busch "Fuß- und Radwege", auf denen die Erde festgetreten oder festgefahren ist.

Dies ist ein Abschnitt der Great North-South-Route, die sich einmal von Cairo nach Kapstadt ziehen sollte. Sie wurde unter den Engländern angelegt, die ihre Kolonien in Afrika miteinander verbinden wollten. England hatte das Gebiet "Deutsch-Ostafrika" nach dem Ersten Weltkrieg als Mandatsverwalter übernommen.



Abends in Babati.

Seit der Unabhängigkeit Tanzanias ist die Piste offenbar nur noch halbherzig gewartet worden. Nun gibt es jedoch Pläne, die Strecke Arusha-Iringa in den nächsten Jahren zu asphaltieren. Bauarbeiten sind auch im Sudan im Gange, wo sich die Teerstraße von Khartoum aus langsam an Ägypten heranarbeitet. Möglicherweise kann man in zehn Jahren durchgehend auf Asphalt von Cairo nach Kapstadt fahren.

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