Nairobi, Kenya, 31.05.2001 (11799 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6   Kenyas rauher Norden

Als ich am Samstag morgen geschwind über die Grenze will, hält mich ein kleiner Uniformierter an der Schranke auf: Ob ich schon alles erledigt hätte?

"Was ist denn noch zu erledigen?"

"Ausreisestempel und Zoll."

"Wo?"

"In dem Gebäude gegenüber. Es ist aber noch niemand dort. Sie kommen um neun - in zehn Minuten."

Um halb zehn taucht der Mann vom Zoll auf. Er schaut sich gründlich alle Packtaschen an, ist aber sehr freundlich.

Auf den Beamten von der Immigration warte ich vergeblich.



Ethiopian Eyes.

Nach einer halben Stunde kommt Yared vorbei, ein netter junger Äthiopier, den ich gestern kennengelert habe. Auch er ist auf dem Weg nach Nairobi. Er schlägt vor, daß wir ins 50 Meter entfernte "Tourist-Hotel" zurückgehen, um die Wartezeit dort zu verbringen. Von der Terrasse hat man den Blick auf die Immigration.

Kurz vor Mittag öffnet ein Mann die Tür zu dem Amt. Doch er hat leider nicht den Schlüssel zu der Schublade, in der der wichtige Ausreisestempel ruht. Nur sein Kollege dürfe an diese Schublade, sagt er. "Aber er ist krank."
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