Nairobi, Kenya, 31.05.2001 (11799 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6   Kenyas rauher Norden

Das beste Hotel in Konso kostet 5 Mark pro Nacht. Ausländern nehmen sie normalerweise 7 Mark 50 ab, aber nach zähen Verhandlungen geben sie mir das Zimmer zum normalen Preis. Dafür bekomme ich einen Raum mit einem fast frisch bezogenen Bett, einem Stuhl und sogar einem eigenen, wenn auch spartanischen, Bad. Angeblich gibt es gelegentlich Warmwasser. Unter dem Bett liegt noch ein gebrauchtes Kondom, aber sonst ist der Raum sauber. Strom fließt - wie versprochen - von Sonnenuntergang bis 23.00 Uhr.



Mit Schirm und Gewehr: Männer vom Stamm der Borana.

In das Gästebuch trage ich meine Personalien ein: den Namen, die Nationalität, Wohnort, Paßnummer. Neben der Paßnummer wird eine weitere Nummer erfragt: die der Waffe! Als einziger Gast auf dieser Seite muß ich diese Spalte freilassen.

Man trägt lang hier im Südwesten Äthiopiens, Kalaschnikov normalerweise, manchmal statt dessen auch einen Speer. Wie im Jemen ist die Waffe mehr Schmuck und Statussymbol denn Tötungsapparat. Gelegentlich wird sie jedoch im Kampfe eingesetzt, wenn nämlich Leute vom Nachbarstamm Vieh stehlen oder gar Frauen.
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