Moyale, Äthiopien, 12.05.2001 (11169 Kilometer)
Eine Besonderheit bildet der Lake Langano als bilharziosefreies Gewässer. Die anderen Seen sind, wie überhaupt fast alle stehenden Gewässer Afrikas, mit Bilharziose-Würmern verseucht. Die mikroskopisch kleinen Erreger können sich schon bei einem kurzen Aufenthalt im Wasser durch die Haut bohren und in der Folge die inneren Organe befallen.
Nach zwei Badetagen am Lake Langano geht es in den äthiopischen Busch. Um die Konvoi-Pflicht zwischen Moyale und Isiolo zu umgehen, will ich über die grüne Grenze nahe des Lake Stefanie nach Kenya wechseln. Ernst, ein netter Reiseradler aus der Schweiz, den ich in Cairo traf, hat mir eine detaillierte Wegbeschreibung für die Ostroute vorbei am Lake Turkana gegeben. Doch seine Beschreibung stammt aus der Trockenzeit.

Bis zum Ort Konso ist die Piste gut. Durch die starken Regenfälle während der letzten Wochen ist allerdings der Lake Chamo so stark angestiegen, daß die Piste streckenweise unter Wasser steht. Aber der Untergrund ist hier noch fest.
Südlich von Konso wird es abenteuerlicher. Die Piste verläuft für fünf Kilometer durch ein Flußbett mit grobem Kies, Geröll und Sand. Nur kurze Passagen lassen sich radeln, die meisten Kilometer muß ich schieben. weiter