Addis Abeba, Äthiopien, 27.04.2001 (10172 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5   Mit Muttern durch Äthiopien

Die traditionelle Kaffeezeremonie haben wir mehrmals genossen. Nichts für Leute mit wenig Zeit. Das ganze geht damit los, daß erstmal Holzkohle angezündet wird. In die Glut geben die Gastgeber Weihrauch, dessen Duft schnell den ganzen Raum erfüllt. Oft haben sie zuvor den Fußboden mit Gras ausgelegt.



Der Kannibale Belai hat über 70 Menschen auf dem Gewissen (oben rechts). Links fordert der Teufel seine Seele. Weil er jedoch einmal einem Leprakranken Wasser spendete (oben links), wird Belai am Ende durch die Gunst der Jungfrau Maria gerettet.

Wenn die Glut heiß genug ist, werden die rohen Kaffeebohnen in einer Pfanne über der Holzkohle geröstet. Dann geht die Zeremonienmeisterin mit den rauchenden Bohnen durch die Runde und fächelt jedem Gast das Aroma zu. Man nickt freundlich und sagt, es sei herrlich. Und das ist keine Lüge. Äthiopien hat ausgezeichneten Kaffee. Der Kaffeestrauch wurde einst hier entdeckt.

Die gerösteten Bohnen werden in einem Mörser zerstoßen. Schließlich gibt die Meisterin das Pulver in ein bauchiges Tongefäß mit Wasser, das zuvor auf der Holzkohle zum Kochen gebracht wurde. Sie reicht den Kaffee in kleinen chinesischen Schälchen - er schmeckt hervorragend. Drei Runden gibt es insgesamt. weiter

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