Dikhil, Djibouti, 14.03.2001 (9348 Kilometer)
Natürlich ist das besonders auch dem Reifen zu verdanken, aber daß dieser billige Schlauch auf dem billigen Felgenband mit dem durch die Felge gepopelten Ventil fast 10.000 Kilometer hielt, ist für mich ein kleines Wunder.
Den Platten hatte ich auf der Bergabfahrt von Ta´izz zur Küste. In Al Mukha am Roten Meer warte ich nun auf ein Schiff nach Djibouti. Eine ungünstige Jahreszeit, denn im März herrschen "Winter"-Stürme. Tagelang läuft kein Schiff aus.

Am späten Nachmittag des dritten Tag - als ich mich bereits auf einen längeren Aufenthalt eingestellt habe - kommt jemand vom Hafen vorbei: In einer Stunde solle ich am Pier sein. Eine Sambuq laufe noch heute abend aus.
In aller Eile packe ich meine Sachen zusammen, die ich in den letzten Tagen über das ganze Zimmer verstreut habe. Im Ort besorge ich ein paar Fladenbrote und Käseecken aus ägyptischer Produktion. Ein bißchen Verpflegung für die zwölf Stunden, die die Überfahrt dauern soll. Dann geht es gegen einen etwas nachlassenden Sandsturm eineinhalb Kilometer zum Hafen. weiter