Dikhil, Djibouti, 14.03.2001 (9348 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5   Bab al Mandab

In den letzten Monaten sind viele Mails mit der Frage angekommen, wie sich denn eigentlich meine provisorische Schlauch-Felgenband-Lösung aus Kroatien so schlägt. Dort mußte ich ja meine HighTech-Schläuche ersetzen, weil sie sich nach nur 1000 Kilometern an dem Textilfelgenband aufgerieben hatten (siehe Berichte: "Die Schläuche lösen sich auf!" und "Sackgasse Kroatien?").

Das Felgenband, das ich in Rijeka auftreiben konnte, sah ziemlich windig aus. Bestimmt würde es bald reißen. Die Schläuche paßten zwar in der Größe, doch die Ventile waren so dick, daß ich die Ventillöcher in der Felge aufbohren mußte. Soweit aufbohren, bis sich die äußere Ventilschraube versenken ließ, denn die Ventile waren auch noch viel zu kurz für eine Felge mit Deltaprofil.

Wie lange konnte so eine Pfusch-Lösung wohl halten?



Freundlicher Empfang allerorten im jemenitischen Hochland.

Als Rijeka 100 Kilometer hinter mir lag, wurde meine Zuversicht größer. In Albanien hatte das Provisorium bereits 1000 Kilometer ohne Panne auf dem Buckel. Inzwischen war mir aber nicht mehr bewußt, daß es ein Provisorium war.

Der Schlauch fuhr über die Bosporusbrücke, ohne daß ich ihn ein einziges Mal hatte flicken müssen. Auch Asien verließ er unbeschädigt - da hatte er über 5000 Kilometer ohne Schaden überstanden. Weitere 1000 Kilometer durch Ägypten ohne Panne. Zurück in Asien (Saudi-Arabien und Jemen) brauchte es dann noch einmal 2000 Kilometer, bis es passierte: der erste Plattfuß seit Rijeka. Der erste "echte" Plattfuß (durch Beschädigung von außen) seit dem Start in Erlangen. weiter

Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5