Manakha, Jemen, 23.02.2001 (8726 Kilometer)
Fliegender Wechsel hinter mir alle 30 bis 40 Kilometer. Mitunter wird der Polizeiwagen, der mich eskortiert, in meinem Rücken abgelöst, ohne daß ich es merke. Manchmal schaue ich unerwartet in ein neues Gesicht, wenn ich mich umdrehe. Einige der Polizisten finden es spaßig, mich begleiten zu dürfen - einmal springen noch zwei fröhliche Kollegen zusätzlich in den Wagen -, anderen ist die langsame Zuckelei lästig.

Meine Pausen an den kleinen Shops bei den Überland-Tankstellen fallen ziemlich kurz aus. Eine Cola und eine Buttermilch runtergeschüttet und ein paar Kekse reingeschoben. Oft lassen die Polizisten den Motor laufen, stellen ihn erst ab, wenn ich ihnen auch eine Cola durchs Fenster reiche und deutlich mache, daß ich nicht schon nach zwei Minuten weiterfahren will. Die meisten von ihnen sind freundlich, aber sie verstehen nicht, daß ich ein Reisender bin. Wenn überhaupt, dann kennen sie das Fahrrad als Sportgerät. weiter