Sharm el Sheikh, Ägypten, 06.01.2001 (6666 Kilometer)
Am Stadtrand von Amman bewegt man sich rund 1000 Meter über dem Meer. Richtung Westen geht es nun ständig bergab. Nach vierzig Kilometern markiert ein Schild neben der Straße den Nullpunkt. Meereshöhe. Von hier fällt die Straße noch weitere 403 Meter hinab zum Toten Meer - ich bin am tiefsten Punkt der Erde. Am Morgen habe ich in Amman noch vor Kälte gebibbert, nun treibe ich bei 25 Grad wie ein Stück Balsaholz in der warmen Salzlake.

Nördlich des Toten Meeres wird an den Ufern des Jordan-Flusses intensive Landwirtschaft betrieben. Der Fluß mündet ins Tote Meer, ohne wieder abzufließen. Das Wasser verdunstet einfach. Um den See herum und südlich ist das Land wüst und sandig. Das blaue Wasser wirkt so fremd in dieser Landschaft wie ein Stausee auf dem Mond.
Um zur Ruinenstätte Petra zu gelangen, muß ich wieder zurück ins Hochland. Östlich des Toten Meers ragt es bis auf 1600 Meter auf - 2000 Meter Anstieg also insgesamt. Hier oben ist es wieder kalt. In Shaubak hatten sie im Winter 92 einmal haushoch Schnee. Auf solche Extreme ist man in Jordanien natürlich nicht eingerichtet. Als der Ort auch nach einer Woche noch isoliert war, rückte das Militär mit Räumgerät an. weiter