Sharm el Sheikh, Ägypten, 06.01.2001 (6666 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7   Rotwein im Wüstensand

Amman. Im Feierabendverkehr winkt mich ein Polizist von der mittleren Fahrspur, auf der man so schön mit den Autos mitschwimmen kann, auf die rechte Seite. Na sowas! Auf Jordaniens Straßen scheint es wieder richtig gesittet zuzugehen. Deutlich gesitteter jedenfalls als im benachbarten Syrien. 20 Kilometer vor der Hauptstadt hat sich bereits ein Autofahrer echauffiert, weil ich links auf der Autobahn gegen den Strom fuhr. Und an den Ampeln halten sie hier bei Rot.



Am Nullpunkt - auf dem Weg zum Toten Meer.

Überraschend leicht bekomme ich in der jordanischen Hauptstadt innerhalb einer knappen Stunde ein Visum für den Sudan. In Cairo wartet man auf solch ein Visum drei bis sieben Wochen; viele haben auch schon vergeblich gewartet. Erfolg oder Mißerfolg sind dort abhängig von den Launen der wenigen Entscheidungsträger, die man auch nur sehr selten zu sehen bekommt. In Amman begrüßt mich dagegen der Konsul persönlich, um mir zu erzählen, daß sein Bruder in Deutschland Informatik studiert hat. Neben dem Visum nehme ich am Ende auch die Visitenkarte dieses Bruders aus der Botschaft mit.

Nachdem die Saudis mich nicht einreisen lassen wollen, werde ich nun versuchen, entlang der Westküste des Roten Meeres nach Port Sudan zu radeln, um dort ein Schiff nach Jemen zu nehmen. Dieser direkte Weg nach Port Sudan war jahrzehntelang gesperrt, weil er im Süden Ägyptens durch Militärgebiet führt. Gerüchteweise öffnet er sich jetzt jedoch allmählich. weiter

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