Wadi Musa, Jordanien, 26.12.2000 (6219 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5   Die letzte syrische Einladung

Nach über drei Wochen in Damaskus reise ich gleich am nächsten Tag ab. Wenigstens habe ich das Visum für den Jemen schon im Paß. Fragt sich nur, wie ich dort hinkommen soll. Da auch die Route über den Irak dicht ist, bleibt wohl nur noch das Schiff über das Rote Meer vorbei an Saudi-Arabien.



Auch das unscheinbarste Dorf hat die Zufahrt einer Metropole

Die Gastfreundschaft der Syrer hatte auf dem Weg nach Damaskus das Vorankommen schwergemacht. Ständig Einladungen, die man kaum ablehnen konnte und wollte. Das hat sich jetzt, da der Ramadan begonnen hat, vollkommen geändert. Jemanden von der Straße herbeizuwinken, bedeutet ja zumindest, ein Glas Tee mit ihm zusammen zu trinken, vielleicht auch eine Mahlzeit anzubieten. Das ist während der Fastenzeit tagsüber natürlich nicht möglich.

Auch meine selbstgewählten Pausen bleiben jetzt aus, obwohl ich als Reisender vom Fastengebot befreit bin. Teestuben oder Imbißbuden sind bis zum Sonnenuntergang geschlossen. Die kleinen Läden, in denen es Cola und Kekse zu kaufen gibt, sind zwar ab mittags offen, aber es wäre unangebracht, sich dort niederzulassen und sich im Blickfeld der fastenden Einheimischen den Bauch vollzuschlagen. weiter

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