Damaskus, Syrien, 26.11.2000 (5701 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4   Rauchende Jogger

Ruhiger Gegenpol zu dem hektischen Treiben im Basar sind die Cafe-Häuser. Schön sind sie nicht: große Hallen, kahl, hoch, mit billigen Stühlen und Tischen aus Metall oder Plastik. Der im Juni verstorbene Hafiz Assad lächelt noch immer gönnerhaft von der Wand in den Saal hinein. Daneben das Portrait seines eher schüchtern dreinblickenden Sohnes und Nachfolgers Bashir.

Wärme bekommen diese nüchternen Hallen erst durch die freundlichen und liebenswerten Menschen, die sich hier einfinden, Tawla (Back Gammon) und Dame spielen, gemütlich ihren Tee oder Kaffee schlürfen und an der Wasserpfeife saugen. Bis auf einige wenige Touristinnen lassen sich Frauen in den Cafe-Häusern allerdings nicht blicken.



Auch vor seinem Tod begegnete man Hafiz Assad allerorten.

Aus Aleppo frage ich per Fax bei der Deutschen Botschaft in Riad an, ob inzwischen meine Einreise nach Saudi-Arabien bewilligt ist. Das Verfahren läuft seit über einem halben Jahr. Mittlerweile hat die Botschaft in Sachen "Radreise P. Smolka" ein zweites Mal eine Verbale Note beim saudischen Außenministerium eingereicht, nachdem die erste bis Ende Oktober keine Reaktion hervorrief.

Die Antwort der Botschaft kommt ein paar Tage später nach Hama:

"... Leider war es bisher noch nicht möglich, die erforderliche Einreisegenehmigung zu erhalten. Bitte teilen Sie uns mit, wo und wann Sie unter welcher Fax No. Zu erreichen sind. Beste Grüße ..."

Nur noch eine Woche, bis der Ramadan beginnt, die moslemische Fastenzeit. Wenn die Einwilligung bis dahin nicht vorliegt, waren all die Bemühungen und der ganze Papierkram vergebens (O-Ton der Deutschen Botschaft: "Während des Ramadan arbeitet das Ministerium noch langsamer als sonst"). weiter

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