Aleppo, Syrien, 18.11.2000 (5332 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4   Fliegende Teppiche

Antalya wurde zwar dem Tourismus geopfert, aber immerhin ist zu erkennen, daß es einmal türkisch war. Alanya dagegen ist aus Beton gegossen. Die Altstadt, der Hafen und der Hügel mit der alten Festung unterbrechen die schier endlose Aneinanderreihung von Hotels wie störende Fremdkörper. 30 Kilometer vor Alanya fängt der Beton an. Die meisten Hotels liegen links der vielbefahrenen Straße, rechts wartet ein Strand mit Fernfahrer-Romantik. Die besseren Herbergen haben eine eigene Betonröhre, durch die man unter dem Highway hindurch ans Wasser gelangt.

Hinter Alanya geht das ganze noch rund 20 Kilometer so weiter. Auch die Schnellstraße, mit der das Urlauberzentrum an den Flughafen von Antalya angebunden ist, reicht bis hierhin. Dann ist urplötzlich der Touristen-Highway zu Ende. Es bleibt eine schmale Straße, auf der nur ganz gelegentlich ein PKW oder ein knatterndes Jawa-Motorrad entgegenkommt. Viele Fahrer winken mir fröhlich zu.



Staatsgründer Atatürk - Vater der Türken (gest. 1938) - wird noch heute hochverehrt.

Hier beginnt der attraktive, streckenweise atemberaubende Abschnitt der Küstenstraße, der sich über Anamur bis nach Mersin zieht. Die Straße windet sich bergauf durch frische, harzig duftende Nadelwälder; mitunter meine ich Honig zu riechen. Aus 500 Metern Höhe bieten sich grandiose Ausblicke auf das tiefblaue Mittelmeer. Dann fällt die Straße ab auf Meereshöhe, quert einen Flußlauf, um gleich dahinter wieder anzusteigen. Was auf der Landkarte wie eine bequem zu radelnde Flachetappe aussieht, entpuppt sich als kräftezehrende Achterbahn. Aber die Natur entschädigt für die Strapazen. weiter

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