Aleppo, Syrien, 18.11.2000 (5332 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4   Fliegende Teppiche

Antalya. Endlich ist es wieder warm. Was habe ich gebibbert im Hochland.

Hier unten an der Südküste herrschen auch im November noch sommerliche Temperaturen. Das ist allerdings in Mitteleuropa nicht unbekannt, und dementsprechend vielbesucht ist Antalya von Franzosen, Engländern und besonders von Deutschen. Man spricht deutsch - nicht nur für Italien.



Überall wird Ökey gespielt.

Folglich auch an jeder Ecke in der Innenstadt die übliche Anmache: sollst Lederjacken kaufen, Ledertaschen, alberne Kopfbedeckungen, mit denen du im Zirkus auftreten könntest, billigen Schmuck und - klassisch - Teppiche. Am Anfang steht immer der Versuch des Händlers, dich in ein Gespräch zu verwickeln: "Entschuldigen Sie bitte! Eine Frage." Oder etwas abgekürzt: "Woher kommen Sie?" Oder mit Detailkenntnis: "Sind Sie Deutscher oder Bayer?"

Gehst du drauf ein, bist du selbst schuld. Dann bist du bald genötigt zu begründen, warum du den Teppich nicht willst. "Zu schwer" ist kein Argument, denn man wird demonstrieren, wie klein so ein Teppich zusammengefaltet werden kann. Daß Größe und Gewicht unterschiedliche Maße sind, ist schwer zu vermitteln. Akzeptiert der Händler jedoch den Einwand, wird er kontern: "Ich habe auch Fliegende Teppiche". Was heißen soll: "Ich schicke dir das Ding auch per Luftfracht nach Deutschland." weiter

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