Istanbul, Türkei, 24.10.2000 (3658 Kilometer)
Die Welt aus Tausend-und-einer-Nacht präsentiert sich nicht weit entfernt im Topkapi Sarayi, früher ein Sultanspalast, heute ein Museum, das einen Eindruck von dem Prunk gibt, in dem die osmanischen Herrscher lebten. 25 Sultane haben vom 15. bis zum 19. Jahrhundert an dem Palast gebaut, haben ihn hier und dort immer wieder erweitert. Großzügige Haremsgemächer regen heute die Phantasie der Besucher an, riesige Diamanten und zwei Kerzenständer aus je 40 Kilogramm purem Gold lassen den Atem stocken.

Auch ein Barthaar und ein Zahn des Propheten Mohammed sowie sein Schwert und ein Mantel werden hier gehütet. Es geht das Gerücht, daß arabische Scheichs während der Ölkrise Anfang der 70er Jahre den Türken die Ölversorgung für alle Zeiten garantieren wollten, wenn sie nur diese Reliquien des Mohammed herausrücken würden.
Der Große Basar, eine überdachte Ansammlung Hunderter kleiner Läden, ist in der Hauptpassage hell erleuchtet vom warmen Licht, das die Goldauslagen der Schmuckgeschäfte widerspiegeln. In den Nebengassen wird es schnell düsterer, dort, wo schwere Teppiche und Stoffe für den Verkauf von den Decken hängen. weiter