Istanbul, Türkei, 24.10.2000 (3658 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7   Highway in Hellas

Autobahnfahrten sind langweilig. Schon mit dem Auto sind sie langweilig, mit dem Fahrrad sind sie ziemlich ätzend. Um jede Ansiedlung fährt man herum und damit reist man an den Menschen vorbei. Zu den Autofahrern hat man nicht einmal Blickkontakt, dazu sind sie viel zu schnell. Menschen gibt es auf Autobahnen nur verpackt in Metall - stundenlang nur verpackte, schnelle Menschen.



Mautstelle bei Saloniki - zahlen mußte ich nicht.

Im Norden Griechenlands bietet sich zu den Highways jedoch mitunter keine Alternative. Etwa zwischen Larissa und Katerini oder um Saloniki herum. Dort gibt es heute keine Landstraßen mehr. Anfängliche Bedenken, daß Radfahren auf den Autobahnen vielleicht verboten sein könnte, zerstreuten sich, als Polizisten mich ohne irgendeine Reaktion überholten. Und auch an den Mautstellen winkte man mich kommentarlos durch.

Bei Katerini kommen auf der Gegenfahrbahn zwei Reiseradler in Richtung Süden entgegen (während ich gerade wieder Richtung Erlangen fahre; die Albaniendurchquerung bis hinunter nach Saranda hat eine Kurskorrektur nach Norden notwendig gemacht). Über sechs Fahrspuren und einen breiten Mittelgrünstreifen hinweg winken wir uns zu. Nicht einmal durch Rufen könnten wir uns verständigen. Die beiden sind verdammt weit weg! weiter

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