Tuzi, Montenegro, 22.09.2000 (2098 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3   Die Währung Montenegros

Banka, Banka suche ich in Herceg Novi lange vergeblich. Die restlichen Kuna, die aus Kroatien übriggeblieben sind, will in den Mini-Markets keiner haben. Das wundert mich, die sind doch bestimmt hundertmal stabiler als der Dinar.

Endlich eine Bank. "Ich möchte Geld wechseln", sage ich am Schalter.

"Was für Geld?"

"Deutsche Mark"

Die Antwort des Angestellten verstehe ich nicht.

"Kann man an diesem Schalter nicht wechseln?"



Die wehrhafte Insel Sveti Stefan vor der montenegrinischen Küste.

"In welche Währung wollen Sie denn wechseln?"

"In Ihre Währung - äh - ich bin gerade erst eingereist. Äh. Was haben Sie denn hier? Dinar doch wahrscheinlich."

"Sie können mit Deutschen Mark hier bezahlen. In den Geschäften ist alles in DM ausgeschildert. Die Mark ist offizielle Währung hier in Montenegro."

Wie bitte? DM in Montenegro? Das kann doch nicht wahr sein! "Wie lange denn schon?"

"Seit etwa einem Jahr."

Das muß ich ausprobieren! Im nächsten Mini-Market kaufe ich eine Pepsi, zwei fladenartige Brote und Wurst. Macht 4 Mark, 45 Pfennige. Ich schiebe 10 Mark über die Theke, die Dame gibt mir zurück: 5 Mark, 50 Pfennige, 1 Dinar und 50 Para. "1 DM = 35 Dinar" steht neben der Kasse. Was für ein witziger Mischmasch. Offenbar haben sie nur die silbernen deutschen Münzen.

Mit größeren Dinar-Beträgen will aber keiner etwas zu tun haben. Die Mark wurde hier eingeführt, weil der Dinar rapide an Wert verliert. weiter

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