Kupari (bei Dubrovnik), Kroatien, 19.09.2000 (1906 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4   Geisterdörfer

Gleich am Montag früh fahre ich zum jugoslawischen Konsulat in Rijeka, um das Visum für Montenegro zu beantragen. Hoffentlich stellen sie es sofort aus. Nicht daß ich noch länger hier oben festsitze.

Vor dem Schalter steht bereits eine Schlange von zehn, fünfzehn Leuten. Sie scheinen alle Kroaten zu sein, denn sie füllen ein anderes Formular aus als das, das mir an einem Nebenschalter ein serbischer Beamter in die Hand drückt.



Auf der jugoslawischen Küstenstraße

Als ich mit meinem Papier fertig bin, fragt der Mann verwundert: "Sie wollen als Tourist einreisen?" - "Ja, ist das ein Problem?" - Er erzählt etwas von einem Brief, den ich bräuchte - der meine Sicherheit garantiert, oder irgendetwas ähnliches. "Wo kriege ich denn diesen Brief her?" - "Moment", sagt er, "ich werde mal eben telefonieren."

Als er wiederkommt, fragt er, wo ich denn übernachten wolle. "Wild im Freien" oder "Auf Campingplätzen" wären jetzt wohl keine geeigneten Antworten. Er muß ja auch nicht wissen, daß ich mit dem Fahrrad reise. Ich will schließlich dieses Visum haben! weiter

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