Victoria Falls, Zimbabwe, 13.09.2001 (15563 Kilometer)

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Der Wasserfall

Schon bei den Verhandlungen in England kurz vor der Unabhängigkeit 1980 war von der Auflösung der Großfarmen die Rede gewesen. Doch man einigte sich damals darauf, daß die Besitzer für die auf den Farmen errichtete Infrastruktur angemessen entschädigt werden müßten. Diesen Teil der Abmachung scheint Mugabe inzwischen vergessen zu haben. Sein Hauptproblem ist, daß der Staat gar nicht über entsprechende Finanzmittel verfügt.

Der Konflikt schwelt weiterhin. Im nächsten Jahr stehen Präsidentschaftswahlen an, und im Ausland rechnet man damit, daß Mugabe den allgemeinen Tumult schüren wird, um einen Vorwand für die Absage der Wahlen zu haben.


Nach dem Tausch von 50 US$ hast du die Hosen voll. Da die größte Banknote nur noch 65 Pfennige wert ist, gehst du mit 170 Scheinen aus der Wechselstube.

Zimbabwes Wirtschaft liegt am Boden. Die offizielle Umtauschrate des US-Dollar zum Zimbabwe-Dollar wurde vor einigen Monaten bei 1:55 festgenagelt. Das ist der Kurs, den die Banken geben. Doch die privaten Wechselbüros geben Ende August in Victoria Falls 1:280. Obwohl sie auf den Tafeln vor den Büros weiterhin mit dem offiziellen Kurs "werben" - sie dürfen nicht anders. Zwei Wochen später tauschen sie bereits 1:330. Ihre Wechselquittungen lauten aber weiterhin auf 1:55.

Der Wert der größten Banknote (100 Zim$) sinkt während meines Aufenthalts in Victoria Falls von 80 auf 65 Pfennige. Wenn man 200 Dollar tauscht, kann man mit den Scheinen ein kleines Zimmer parkettieren.
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