Jeddah, Saudi Arabien, 02.02.2001 (7364 Kilometer)

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Das Visum

Noch immer kann es immer nicht richtig glauben: Ich habe saudischen Boden unter den Füßen. Ob ich der einzige Tourist in diesem riesengroßen Lande bin? Man hört davon, daß es inzwischen geführte Gruppenreisen gibt und sich das Land dem Tourismus vorsichtig öffnen wolle.

Vielleicht wimmelt es in zehn Jahren hier ja nur so von Besuchern; Tauchtourismus an 2000 Kilometern unverbrauchter Rotmeer-Küste wäre etwa denkbar. Jemen ist auch so ein Land, das jahrzehntelang verschlossen war und nach einer Kehrtwendung dann urplötzlich den Tourismus förderte.

"Jeddah Islamic Seaport" - ein Lotse kommt unserem Schiff entgegen.

Soweit sind die Saudis jedoch noch nicht. Ich werde mich in den kommenden zwei Wochen wahrscheinlich ein bißchen allein fühlen.

Vor dem Hafengebäude schiebe ich das Fahrrad über einen belebten Platz in Richtung Hauptstraße. Anders als in Syrien, Jordanien und Ägypten, erwecke ich mit dem hochbepackten Drahtesel hier kein erkennbares Interesse. Ich bin ein einsamer Radler unter Tausenden von Fremden.

Da löst sich ein 40jähriger Mann in Jeans und T-Shirt aus der anonymen Menge. Er schreitet direkt auf mich zu und fragt: "Are You Mr. Peter Smolka?"

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