Rohloff SpeedHub 500/14
 

Als ich im Juli 2000 die erste Probefahrt mit der Rohloffnabe unternommen habe, war ich hellauf begeistert: spielend einfaches Schalten, ideale Abstimmung der Gänge und überhaupt keine Spur von "Reibungsverlusten", die man von einer derart komplexen Nabenschaltung vielleicht erwarten könnte. Diesbezüglich war dann gleich nach dem Start zu dieser Weltreise die Alpenüberquerung (Flüela- und Ofenpaß) mit fast 40 Kilo Gepäck eine echte Feuerprobe. Ergebnis: kein spürbarer Unterschied zu einer Kettenschaltung.

"14 Gänge" - das hört sich heutzutage ein bißchen wenig an. Doch die SpeedHub hat nur "echte" Gänge - während bei einer Ketten- schaltung einige Gänge doppelt vorkommen (in den verschiedenen Kombinationen der vorderen und hinteren Zahnkränze) sowie viele Gänge wegen extremer Schräglage der Kette nicht gefahren werden sollten.

Im Vergleich zu meiner bisherigen 24-Gang-Kettenschaltung steht die SpeedHub sogar besser da: Der kleinste Gang hat eine größere Untersetzung, der größte Gang eine größere Übersetzung, und dennoch ist die Abstufung zwischen den einzelnen Gängen feiner.

 

Die erste Bewährungsprobe für die Speedhub: der Flüelapaß. Auch mit fast 40 kg Gepäck kein Problem!

Im Laufe dieser Reise zeigten sich viele Vorteile der SpeedHub. So beeinträchtigen etwa Sand und Schlamm den Betrieb überhaupt nicht, da die Mechanik ja gekapselt ist. Ketten und Ritzel halten viel länger; bisher ist wegen der symmetrischen Bauform auch noch keine einzige Speiche gerissen. Diese und weitere Vorteile sind weiter unten aufgelistet. Es traten jedoch auch einige kleine Mängel zutage:

Mein SpeedHub-Exemplar ist leider nicht vollkommen dicht. Das in der Nabe befindliche Öl tropft (sehr langsam) an der Seite heraus, auf der die beiden Schaltseilzüge zur Achse führen.